Donnerstag, 24. Februar 2011

1911 - 2011 Hundert Jahre Zwillingsparadoxon

Nach Einsteins Relativitätstheorie geht eine Uhr, die von einem Ort weg und wieder zurück bewegt wird, gegenüber einer in Ruhe gebliebenen Uhr nach. Der französische Physiker Paul Langevin wies 1911 darauf  hin, dass dies nicht sein kann. Denn eine grundlegende Voraussetzung der Relativitätstheorie ist die Relativität von Bewegung. Die bewegte Uhr kann als ruhend und die ruhende Uhr als bewegt betrachtet werden, so dass jede der beiden Uhren gegenüber der anderen nachgehen müsste. Letzteres ist jedoch logisch und tatsächlich ausgeschlossen.

Weil diese absurde Konsequenz das Ende der Relativitätstheorie gewesen wäre, wurde das Absurde kurzerhand zum Uhrenparadoxon erklärt und überdies zum Zwillingsparadoxon ausgeschmückt. Dadurch war zwar die Theorie scheinbar gerettet, jedoch um den Preis, dass die relativistischen Theoretiker seit Einstein vergeblich nach einer Lösung für das Paradoxon suchen. Hierfür wurden seit 1911 bis zur Gegenwart Dutzende von unterschiedlichen Begründungen herangezogen. Nach derzeit überwiegender Meinung hat die Beschleunigung nach der allgemeinen Relativitätstheorie keinen entscheidenden Einfluss, so dass das Paradoxon wieder, wie schon ursprünglich, aus der speziellen Relativitätstheorie erklärt werden müsste.

Dabei wird ignoriert, dass jeder Lösungsansatz für das Uhrenparadoxon zum Scheitern verurteilt ist. Denn die als Paradoxon beschönigte absurde Konsequenz beruht auf dem Irrtum, dass die bewegte Uhr ihren Gang nicht scheinbar, sondern wirklich verändert. Doch wie sollte die bewegte Uhr wirklich nachgehen, obwohl die Zeitdilatation auf unterschiedlichen Lichtlaufzeiten (zwischen den Punkten A und B des bewegten Systems) für den ruhenden und den bewegten Beobachter, mithin lediglich auf unterschiedlichen Sinneseindrücken beruht? Auch diese Frage wurde in 100 Jahren nie beantwortet. Da es keine Auflösung für das Uhrenparadoxon geben kann, gilt nach wie vor, dass die Relativitätstheorie seit 1911 widerlegt ist.

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